Affen denken grammatisch ähnlich wie Menschen

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Primaten sind zur Rekursion fähig und verstehen Satzbau aus der menschlichen Sprache

Menschen und Affen denken in ähnlichen grammatischen Strukturen. Beide Spezies sind grundsätzlich zur Rekursion fähig. Das bedeutet, sie können Elemente in andere Elemente der gleichen Art einbetten. Diese Fähigkeit ist für den Satzbau in der menschlichen Sprache wichtig. Zwar sprechen Affen nicht wie Menschen, aber sie haben trotzdem ähnliche Denkmuster, wie eine Studie der University of California, Berkeley zeigt.

„Fähigkeit ist nicht Menschen vorbehalten“

„Mit ausreichendem Training können Affen lernen, einen rekursiven Prozess zu zeigen. Das bedeutet, diese Fähigkeit ist nicht so sehr den Menschen vorbehalten, wie bislang angenommen wurde“, sagt Sam Cheyette, Koautor der Studie. Zum rekursiven Denken gehört unter anderem das Bilden von Nebensätzen, die sich auf Hauptsätze beziehen.

Die Forscher haben ein Experiment mit 100 Teilnehmern durchgeführt. Drei davon waren männliche Makaken, alle anderen Menschen. Von den Menschen waren zehn erwachsene Amerikaner, 50 Kinder im Kindergarten-Alter und 37 davon Angehörige des Tsimane-Volkes aus dem bolivianischen Regenwald.

Symbole in Reihenfolge anordnen

Die Probanden mussten sich bestimmte Folgen von Symbolen auswendig lernen und dann auf einem Touchscreen eingeben. Bei richtigen oder falschen Antworten hörten sie einen entsprechenden Ton, die Affen erhielten bei korrekten Eingaben auch Belohnungen. Schließlich mussten die Studienteilnehmer vier Bilder aus verschiedenen Gruppen in die richtige Reihenfolge setzen.

Dabei ordneten alle Probanden die Bilder in rekursiven Strukturen an. Diese Muster können auch im Bereich der Sprache Verwendung finden. Das bedeutet, dass Affen in der Lage sind, bis zu einem gewissen Grad menschliche Grammatik und Satzbau zu erlernen.

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