Dichtestress im Boden: Mikro-Grün soll Lebensqualität in Städten steigern

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(PPS) Die Coronakrise fordert Städte zum Umdenken auf: Mehr Grün ist nötig. Das Klima hat direkten Einfluss auf die Lebensqualität in dichtbesiedelten Gebieten. Das ist besonders wichtig, wenn die Menschen in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt sind. Dazu braucht es neue Lösungen: sogenanntes Mikro-Grün. Fassaden oder Bushaltestellen sollen begrünt werden, Tramtrassees mit Rasenflächen versehen werden oder mobile Pflanzgefässe zum Einsatz kommen. Das fordern Experten heute. Nur so könne die Lebens- und Luftqualität in den Städten genügend verbessert werden.

Bessere Luftqualität und eine Reduzierung der Schadstoffe, Lärmabsorption, geringere Zugluft im Winter und mehr Schatten im Sommer, mehr Biodiversität und ein generell gesteigertes Wohlbefinden der Menschen: Mehr Grün in Städten ist dringend notwendig. Das wird aktuell auch politisch diskutiert. In vielen Gemeinden fordern Politikerinnen und Politiker in diesen Tagen mehr Bäume statt Beton. Das Pflanzen von Bäumen ist denn auch ein entscheidender Faktor in der Stadtbegrünung. 

Bild: BURRI public elements AG Bild: Bäume und Grünflächen werden in Städten und auf Plätzen immer wichtiger. Aufgrund von bestehenden Werkleitungen und Rohrblöcken im dichten Stadtraum sind fixe Baumgruben oft nicht möglich. Mobiles Stadtgrün erfordert kein Tiefbau und keine Belagsarbeiten.

Doch: Wegen des Dichtestresses im Boden, nämlich Leitungen und Tiefbau, der dem Wurzelwerk im Weg ist oder das Pflanzen verunmöglicht, ist das Pflanzen von mehr Bäumen in Städten nicht überall möglich. Und während es erstrebenswert wäre, grössere betonierte Flächen in Grünflächen umzuwandeln, fehlt für zusätzliche Flächen oft der Platz. 

Sogenanntes Mikro-Grün soll nun in der Schweiz Abhilfe schaffen: Begrünte Wartehallen, vertikale Grünflächen, etwa an den Fassaden von Gebäuden, Bäume in mobilen Töpfen oder Infrastrukturelemente wie Sitzbänke mit integrierten Pflanzgefässen. «Es geht bei der Stadbegrünung um mehr als Bäume», sagt Andreas von Euw, Experte für den öffentlichen Raum bei BURRI public elements. «Wir müssen sämtliche denkbaren und undenkbaren Ecken und Flächen in der Stadt für mehr Grün ausschöpfen.»

Zusätzlich zum Pflanzen von Bäumen, wo immer möglich, brauche es unterschiedliche, einfache und flexibel einsetzbare Lösungen für mehr Mikro-Grün. «In der Summe erreichen wir dann das, was die dringend benötigte Lebensqualität schafft», so von Euw. Das heisst unter anderem: Mehr Zwischenräume und weniger Verdichtungsdruck, Isolation und Absorption von Lärm, mehr Schatten und eine bessere Nutzung für die Bewohnerinnen und Bewohner.

«Mikro-Grün ist einfach, gut umsetzbar, sensibilisiert für mehr Grün und stiftet vom ersten Tag an Nutzen für die Bevölkerung – und ist meist mit relativ geringen Kosten verbunden», so von Euw. «Es gilt nun, die Gemeinden entsprechend zu sensibilisieren, damit sie gerade in Zeiten wie diesen rasch auf das Bedürfnis nach mehr Lebensqualität in den Städten reagieren können.»

Komplettanbieter für die Einrichtung im öffentlichen Raum der Schweiz

Bei der Entwicklung ihrer Public Elements arbeitet BURRI mit Architekten, Designern und Forschern zusammen. Ihre Produkte werden in der Schweiz, in Glattbrugg bei Zürich, hergestellt. Die Firma hat sich über fünf Generationen zum Komplettanbieter für die hochwertige Einrichtung öffentlicher Räume entwickelt. Bekannt ist das Unternehmen unter anderem als Totalunternehmer Haltestelleninfrastruktur sowohl für die Glatttalbahn als auch für die Limmattalbahn. Stadtmobiliar, ÖV- und Verkehrstechnik, Strassen- und Platzbeleuchtung, Info- und Werbetechnik, Wegleitung und Signaletik, aber auch Sicherheitselemente wie Absperrpfosten: Vieles, was die Bewohnerinnen und Bewohner hierzulande täglich nutzen, stammt aus der Werkstatt des Unternehmens.

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