Frauen haben weniger Zugang zu mobilem Web

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Gender Gap besteht noch in vielen Ländern mit mittlerem oder schwachen Einkommen

Frauen benutzen weltweit um 20 Prozent weniger wahrscheinlich mobiles Internet als Männer. Vor allem in Ländern mit mittlerem oder schwachem Einkommen besitzt die weibliche Bevölkerung deutlich seltener ein Mobiltelefon mit Internetzugang, wie eine Umfrage der internationalen Mobilfunkanbietervereinigung GSMA http://gsma.com offenbart.

„Coronavirus zeigt Wichtigkeit“

„Vor allem in Zeiten des Coronavirus zeigt sich, wie wichtig gerade der Zugang zum mobilen Internet ist. Das gilt vor allem für Länder, wo die Anbindung zum Festnetz weniger verbreitet ist. Sowohl Frauen als auch Männer müssen digital angebunden sein, mit Menschen, die sie sonst nicht besuchen dürfen, kommunizieren zu können. Auch für viele Formen der Beschaffung ist das Internet sehr wichtig“, sagt Digitalisierungsexpertin Heike Scholz http://heike-scholz.de gegenüber pressetext.

Die GSMA hat etwa 16.000 Menschen aus 15 Ländern mit mittlerem oder niedrigem Einkommen befragt, darunter Indien, Südafrika und Indonesien. Es zeigte sich, dass es bei der Verwendung von mobilen Internet noch immer einen Gender Gap gibt, der allerdings zunehmend geringer wird. So haben 54 Prozent der befragten Frauen Zugang zum mobilen Web.

Gender Gap immer noch vorhanden

In den 15 Ländern verwenden laut der Umfrage um 300 Mio. weniger Frauen als Männer mobiles Internet. Vor allem in Südasien ist der Gender Gap mit 51 Prozent besonders hoch. Das liegt vor allem daran, dass noch immer viele in diesen Ländern kein Handy besitzen. Insgesamt ist die Wahrscheinlkeit, ein Mobiltelefon zu haben, für Frauen aus den untersuchten Ländern um acht Prozent geringer als für Männer.

Selbst wenn Frauen aus den analysierten Ländern Zugang zum mobilen Netz und sogar zu Smartphones haben, nutzen sie weniger Online-Services als Männer. Dennoch sind sich sowohl die männlichen als auch weiblichen Befragten im Klaren, dass die digitale Anbindung immer wichtiger wird. Sie fühlen sich dadurch sicherer und sehen das Netz als wichtige Informationsquelle.

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