Hohe Auszeichnung für Journalist Ewald König

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Berlin-Korrespondent aus Wien erhält Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

Der österreichische Journalist und Deutschland-Korrespondent Ewald König (66) erhielt das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Verliehen wurde es von Österreichs Bundespräsident Alexander van der Bellen, überreicht wurde es von Botschafter Peter Huber in einem Festakt in der österreichischen Botschaft in Berlin.

In der Begründung hieß es, Ewald König sei seit 1985 als Korrespondent, freier Journalist, Moderator und Buchautor in Deutschland tätig. Seine beeindruckende Kenntnis der deutschen Innenpolitik basiere auf der langjährigen Beschäftigung mit den innerdeutschen historischen Entwicklungen vor, während und nach der deutschen Wiedervereinigung. Dieses Wissen habe er eingesetzt, dem österreichischen Publikum differenzierte Sichtweisen und fundierte Analysen über die Geschehnisse in Deutschland zu präsentieren.

Mit seinen exzellenten Kontakten in der deutschen Presse- und Politiklandschaft sei er ein besonders wertvoller Kontakt für die österreichische Botschaft in Berlin. Durch seinen persönlichen Einsatz und mit seinem Netzwerk habe er wesentlich zur Vertiefung der deutsch-österreichischen Beziehungen beigetragen.

Zur Kommentierung österreichischer, deutscher und europäischer Politik wird Ewald König häufig ins Studio in- und ausländischer TV-Sender eingeladen. Hier als Studiogast im Internationalen Frühschoppen im Sender phoenix mit Moderatorin Anke Plättner

Trotz seines langen Aufenthaltes in Deutschland sei Ewald König ein engagierter Österreicher geblieben, der sowohl in seinem journalistischen Umfeld als auch im Umgang mit politischen Gesprächspartnern die österreichischen Positionen unaufgeregt und präzise darlege.

Auch das europapolitische Engagement sei hervorzuheben. Als früherer Chefredakteur und Herausgeber des europapolitischen Online-Mediums Euractiv.de habe er zu einem besseren faktenbasierten Verständnis für politische Prozesse beigetragen. Als angesehener Organisator und Moderator europapolitischer Veranstaltungen habe er Begegnungen und Austausch unterschiedlichster Akteure – auch länderübergreifend – zu euroapolitischen Themen ermöglicht.

Ewald König wurde 1954 in Wien geboren, absolvierte das Humanistische Gymnasium und begann 1977 als Redakteur in der Zeitung DIE PRESSE als Polizei- und Gerichtsreporter. Nach Stationen im außenpolitischen Ressort und als Ressortchef Seite Drei wurde er 1985 als Deutschland-Korrespondent in die damalige Hauptstadt Bonn entsandt.

Als einzigem Korrespondenten überhaupt gelang es ihm, sowohl in der BRD als auch in der DDR akkreditiert zu werden, was generell als unvereinbar galt. Er pendelte zwischen seinen Wohnsitzen in Bonn und Ost-Berlin und berichtete hautnah über die deutsch-deutsche Wendezeit und das Ende der DDR. Unter anderem nahm er an der legendären Pressekonferenz („sofort, unverzüglich“) von Politbüromitglied Günter Schabowski vom 9. November 1989 teil, die den Fall der Berliner Mauer zur Folge hatte. Über diese Zeit verfasste König als Zeitzeuge vier Bücher.

Von 1990 bis 1995 war König Vorsitzender des Vereins der Ausländischen Presse in der Bundesrepublik Deutschland (VAP) mit rund 500 Mitgliedern aus 60 Ländern.

König ist seit vielen Jahren freiberuflich tätig, hat seinen Sitz im Haus der Bundespressekonferenz im Berliner Regierungsviertel, wo er das „Berliner Korrespondentenbüro Ewald König * International Media Projects“ in Berlin gründete. Er berichtet unter anderem für die Austria Presse Agentur (APA) über bilaterale politische Themen, ist Kolumnist in mehreren Medien, Kommentator über europapolitische Themen in ausländischen, vor allem arabischen TV-Sendern, produziert Dokumentationen für kleine TV-Sender, ist Co-Moderator der Talkshow „Brinkmann & König“ im Hauptstadtsender TV Berlin und gründete das „korrespondenten.cafe“ im Berliner Hotel Steigenberger Am Kanzleramt, wo sich hochrangige deutsche und ausländische Politiker zum Politischen Frühstück mit Korrespondenten treffen und sich über deutsche und europäische Politik austauschen.

Bücher von Ewald König:
* Menschen, Mauer, Mythen – Deutsch-deutsche Notizen eines Wiener Korrespondenten
* Kohls Einheit unter drei – Weitere deutsch-deutsche Notizen eines Wiener Korrespondenten
* Merkels Welt zur Wendezeit – Weitere deutsch-deutsche Notizen eines Wiener Korrespondenten
* Die DDR und der Rest der Welt – Die Außenbeziehungen zur Wendezeit. Notizen eines Wiener Korrespondenten.
(Die Buchreihe erschien im Mitteldeutschen Verlag, Halle. Direktvertrieb per E-Mail: buecher@korrespondenten.com)

Für die Autobiografie der früheren Außenministerin und EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner, „Benita. Wo ein Wille, da ein Weg. Erfahrungen einer Europäerin und Kosmopolitin“ (Böhlau Verlag), war König als Ghostwriter tätig.

König hat drei erwachsene Söhne und lebt in Berlin.

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