Jobunsicherheit bei beiden Geschlechtern gleichEU-

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Daten über Bedingungen für die Jahre 2005, 2010 und 2015 wissenschaftlich analysiert

Männer und Frauen reagieren gleich auf Arbeitsplatzunsicherheit. Zu dem Schluss kommen Forscher der Università degli Studi di Milano-Bicocca http://unimib.it . Dazu analysierten sie die Daten der Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen http://bit.ly/33ApcEe für die Jahre 2005, 2010 und 2015. Laut Mitautor Egidio Riva könnte das Ergebnis auf einen Trend in Richtung Gleichstellung der Geschlechter hindeuten. Details wurden in „Frontiers in Sociology“ veröffentlicht.

Corona verschärft die Lage

Auch wenn Frauen und Männer in einem ähnlichen Ausmaß betroffen sind, ist die Arbeitsplatzunsicherheit laut Riva immer noch ein echtes Problem. „Die Auswirkungen auf das Gesundheitswesen müssen ernsthaft berücksichtigt werden. Die neuesten Veränderungen und Reformen der europäischen Arbeitsmärkte sowie die derzeitige COVID-19-Krise werden wahrscheinlich zum Anstieg an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen, die sich durch einen unfreiwilligen Arbeitsplatzverlust bedroht fühlen.“

Um festzustellen, ob die Bedrohung durch eine Arbeitsplatzunsicherheit in bestimmten europäischen Ländern aufgrund sozioökonomischer, kultureller oder politischer Variablen ausgeprägter war, nutzte Riva gemeinsam mit Anna Bracci von der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana http://supsi.ch Mehrebenenanalysen. Sie fanden wenige länderübergreifende Unterschiede in ihren Ergebnissen. Das bedeutet, dass das Verhältnis zwischen Jobunsicherheit und Angstzuständen zwischen den Ländern relativ gleich war.

Eingreifen der Politik nötig

Die Studie war dadurch eingeschränkt, dass alle Daten auf eigenen Einschätzungen beruhten und zu einem einzelnen Zeitpunkt gesammelt wurden. Daher ist es nicht möglich, Ursache und Wirkung zu ermitteln. Laut Riva haben diese Ergebnisse für Entscheidungsträger und Arbeitgeber praktische Bedeutung. Sie legten nahe, dass großzügigere und wirksamere, aktive Arbeitsmarktprogramme nötig seien, um der wahrgenommenen Jobunsicherheit und damit einhergehenden Herausforderungen für die psychische Gesundheit zu begegnen.

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