Künftige Häuser auf dem Mars sind aus Chitin

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Staub von der Oberfläche als Ausgangsmaterial für Behausungen und andere Bedarfsartikel

Forscher um Javier Fernandez von der Singapore University of Technology and Design http://sutd.edu.sg wollen Bauwerke und andere Dinge, die Bewohner des Planeten Mars künftig benötigen, aus Staub von der Oberfläche herstellen. Als Bindemittel fungiert Chitosan, das aus Chitin gewonnen wird.

Nur geringer Energieverbrauch

Chitin ist das auf der Erde ein weitverbreitetes natürliches Polymer, das unter anderem in den Zellwänden von Pilzen, den Exoskeletten von Krebsen und den Schuppen von Fischen und Amphibien vorkommt. In diesem Fall müssen nur noch relativ kleine Mengen an Material von der Erde zum Mars befördert werden.

Fernandez und sein Team vermischen Chitosan mit einem Mineral, das dem von Mineralien auf Mond und Mars ähnelt. Daraus fertigen sie 3D-Modelle wie Schraubenschlüssel. Das gelingt mit minimalem energetischem Aufwand und ohne spezielles Werkzeug. Laut den Experten ist es mit dieser Technik möglich, den Mars zumindest zeitweise zu besiedeln.

Leben im Weltall ist umsetzbar

„Wir haben nicht nur gezeigt, dass die Nutzung natürlicher Ressourcen die Umwelt schont, sondern dass sich damit auch die Idee vom Leben im Weltraum realisieren lässt“, so Fernandez. Die Technologie sei ursprünglich entwickelt worden, um ein stoffliches Kreislaufsystem für städtische Raume zu verwirklichen. Sie sei aber auch die einfachste und effizienteste Methode, in einem geschlossenen Ökosystem außerhalb der Erde, etwa in Satelliten oder auf dem Mars, lebensnotwendige Hilfsmittel herzustellen.

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