Leberkrebs: Erkrankungen steigen weltweit an

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Daten von 1990 bis 2017 ausgewertet – Vor allem sind Menschen über 60 Jahren betroffen

Immer mehr Menschen erkranken laut einer Studie der Fudan University http://www.fudan.edu.cn/en weltweit an Leberkrebs. Das geschieht trotz Fortschritten bei der Prävention der Krankheit. Die Forscher haben Daten der „Global Burden of Disease Study“ für den Zeitraum 1990 bis 2017 ausgewertet. Sie betreffen 195 Länder und Regionen. Untersucht wurden Alter, Geschlecht, Region und Ursache der Erkrankung.

Männer stärker betroffen

Weltweit haben Erkrankungen vor dem 30. Lebensjahr von 17.381 im Jahr 1990 auf 14.661 2017 abgenommen. Sie haben jedoch bei Personen zwischen 30 und 59 Jahren sowie über 60 Jahren zugenommen: Von 216.561 respektive 241.189 im Jahr 1990 sowie auf 359.770 respektive 578.344 im Jahr 2017.

Nach der Altersanpassung, die den Vergleich von verschiedenen Altersprofilen ermöglicht, zeigte sich, dass das Auftreten von Leberkrebs vor dem 30. Lebensjahr und im Alter von 30 bis 59 Jahren bei beiden Geschlechtern abnahm. Bei älteren Erwachsenen erhöhten sich die Fallzahlen bei Männern. Bei Frauen blieben sie stabil. Im Vergleich zu Frauen gab es bei Männern über 60 Jahren einen drastischeren Anstieg und einen geringeren Rückgang bei der Altersgruppe 30 bis 59 Jahre.

Industrieländer eher betroffen

Die Rückgänge bei jüngeren Erwachsenen wurden großteils auf Impfungen gegen Hepatitis B zurückgeführt und waren in den meisten Regionen einheitlich. Eine Ausnahme waren die Industrieländer, in denen die Erkrankungen unabhängig von Geschlecht und Alter, zunahmen. Leberkrebs, verursacht durch eine nichtalkoholische Fettlebererkrankung oder Ansammlung von Fett in der Leber, nahm in den meisten Regionen am stärksten zu.

Laut Forschungsleiter Xingdong Chen zeigen die aktuellen Forschungsergebnisse die mangelnde Aufmerksamkeit, die älteren Menschen derzeit bei der Prävention zukommt und unterstreicht die zunehmende Besorgnis von Fettleibigkeit als Risikofaktor für Leberkrebs. Die Forschungsergebnisse wurden im wissenschaftlichen Fachjournal „Cancer“ veröffentlicht.

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