Männliche Chefs bei Depression intoleranter

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Viele Vorgesetzte sehen Angestellte mit psychischen Problemen oft als hinderlich im Betrieb

Männliche Vorgesetzte sind deutlich intoleranter gegenüber Angestellten mit Depressionen als weibliche Chefs. Sie fühlen sich bei solchen Mitarbeitern häufiger unsicher, sehen sie als hinderlich am Arbeitsplatz und wollen nicht, dass sie ihren Job ausüben, nachdem sie Medikamente genommen haben. Das ergibt eine Studie der Universität Göteborg .

„Oft keine Unterstützung“

„Manager mit solchen negativen Ansichten finden es oft generell schwieriger, psychische Probleme zu verstehen. Außerdem können sie oft keine Unterstützung für Menschen bieten, die auf kurze oder lange Sicht Anpassungen in ihrem Job brauchen“, gibt Studienleiterin Monica Bertilsson zu bedenken.

Die Forscher haben eine Umfrage unter 2.663 schwedischen Managern durchgeführt. Davon waren 901 Frauen und 1.762 Männer. Ein Viertel der männlichen Befragten hat negative Ansichten über Angestellte, die an Depressionen leiden. Dagegen teilen nur zwölf Prozent der weiblichen Chefs diese Meinungen.

Chef-Status steigert Intoleranz

Sowohl Männer als auch Frauen haben weniger Toleranz gegenüber depressiven Arbeitnehmern, je höher ihre Position in einem Unternehmen ist. Allerdings nimmt die Akzeptanz zu, wenn die Vorgesetzten eine größere Zahl an Mitarbeitern mit Depressionen haben. Den Forschern zufolge ist Depression weltweit ein zunehmendes Problem am Arbeitsplatz.

In Schweden sind Manager für die mentale Gesundheit ihrer Angestellten verantwortlich. Sie müssen im Fall einer psychischen Erkrankung auch Maßnahmen setzen, die eine Rehabilitation ermöglicht. Jedoch machen es negative Vorurteile über Depressionen für sie schwierig, diese Verantwortung zu erfüllen.

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