‘’Mami, besch du scho sooo alt?!’’

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Ja, Sie haben richtig gelesen… Genau DAS habe ich von meinen Kindern gehört!

Unerhört odr???!

Ich wurde soeben 40 Jahre alt. Vor 20 Jahren dachte ich auch, das man alt ist mit 40.

Und jetzt? Ich fühle mich sehr gut, zufrieden und bin ehrli gseit auch  froh, dass ich nümme 20 Jahre alt bin. Würkli, ich rede hier nichts schön. Jedes Alter hat seine guten Seiten und ich möchte auch nichts missen aus der damaligen Zeit. Jedoch fühle ich mich jetzt mit meinen 40 Jahren mehr im Leben angekommen. Ich fühl mich ausgeglichener, selbstbewusster und freier. Irgendwie.

Mit 20 gabs viele Parties.. Das Leben war eine Achterbahn. Ich wusste noch nicht, wohin ich will im Leben. Habe den Moment genossen und gelebt. Intensiv. Doch war ich auch eine Suchende. Was ich nicht alles gesucht hab!!!!!! Glaubed Sie es mir.

Was ist der Sinn des Lebens?

Wo finde ich das Glück?

Warum ist dieser Kater schon wieder bei mir?

Wo ist das letzte Stück Pizza?

Werde ich diese Krise jeeeemals überstehen?

Wann und wo ist die nächste Party?

Wo das nächste Konzert?

Viele Fragen hab ich mir gestellt…

Ich litt an Depressionen. Doch wusste beinahe niemand davon. Denn wenn ich draussen war, war ich immer gut gelaunt. Doch zuhause hab ich mich versteckt in meiner dunklen Welt.

Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich in 20 Jahren eine glückliche, optimische Frau bin, die stets das Gute versucht zu sehen, die 2 Kinder hat, einen Garten den sie liebt und umgeben ist von wundervollen Menschen, hätte ich laut gelacht und das NIEMALS geglaubt.

Erst in den Jahren darauf lernte ich, dass ich das Glück nirgends da draussen suchen muss, das Glück liegt in mir. In den kleinen Dingen im Leben. Manchmal in den feinsten Nuancen.

Wenn ich so in die Welt rausschaue, bin ich ein extreeeeeeeeeem priviligierter Mensch.

Das weiss ich sehr zu schätzen und bin einfach dankbar. Und hey, es ist sicher ned immer alles judihuii, es gibt auch bei mir schlechte Tage, jedoch sehe ich jetzt vieles als Herausforderung und nicht als Problem. Diesen Herausforderungen stelle ich mich jetzt!

Und wüssed sie was??? Ich stelle mich seit einem Jahr auch meinen Ängsten. Jawohl!!

Mein Ziel mit 39 Jahren war es, alles was mir wichtig ist, wo ich mich von der Angst leiten lasse, anzupacken!!

 Nicht mehr mit mir!!! Jetzt geht’s euch an den Kragen!!! BÄMMM!

Eine grosse Angst ist zum Beispiel das Autofahren. Würkli!! Niemals hätte ich gedacht, das ich jetzt noch das Autobillet mache. N.I.E.M.A.L.S.

Und jetzt, tadddaaaaaa habe ich schon bald 20 Fahrstunden hinter mir und ich lebe noch! Der Fahrlehrer auch, kei Angscht!! Das Beste daran? Es beginnt mir allmählich sogar Freude zu machen! Mein Auto heisst Emine, wir lernen uns gerade näher kennen und ich kann es kaum erwarten, wenn ich dann den Führerschein besitze und mit meiner Emine ganz viele Abenteuer erleben darf.

Das ist ein kleines Wunder für mich. Also eigetli ein Grosses. Ich sehe nicht mehr primär die Angst vor dem Autofahren, sondern die Freiheit, die es mir gibt. Juchuuuuuu!!

Ich informiere Sie dann natüürli wenns soweit ist.

Zurück zum Alter. 40. Das Einzige, was mir gaaanz bizli das Gefühl gibt, doch nüm ganz sooo jung zu sein ist die Tatsache, das ich sagen kann, vor 20 Jahren war ich 20. Und ich kann mich trotz den vielen Parties und Konzerten noch an Vieles aus dieser Zeit erinnern. Nicht grad, als sei es gestern gewesen, aber sicher vorgestern. Kenned Sie sicher auch oder, tönt ein Hit aus dem Radio, aus der Jugendzeit, der Text sitzt noch immer Sattelfest, man singt, schwelgt… bis der Radiomoderator sagt, der Song sei jetzt 25 Jahre alt. Läck mir du. Aber au schöön oder?

Also, ich bin wiedermal abgeschweift.

Was ich eigetli sagen wollte:

40 zu sein ist schön.

Das Einzige, was ich jetzt amigs noch suche ist mein Autoschlüssel.

Und ab und zue das letzte Stück Pizza.

Herzlichst und 40jährig

Ihre Frau Be

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