ÖV-Preise für 2. Klasse steigen überdurchschnittlich

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(Bern)(PPS) Die Alliance SwissPass gab heute bekannt, dass die Preise im öffentlichen Verkehr ab Dezember 2023 um durchschnittlich 3.7% steigen werden. Die erhöhten Tarife belasten die Haushaltbudgets zusätzlich zur allgemeinen Preisexplosion. Besonders unverständlich ist, dass trotz Kritik die Preise der 2. Klasse stärker steigen als die der 1. Klasse, mit Ausnahme des Erwachsenen-GA. Die Förderung der Attraktivität und des Vertrauens in den öffentlichen Verkehr wird durch den Ausbau der Sparbillette beeinträchtigt, da dies Einzelne bevorzugt und die Preistransparenz beeinträchtigt. Der Konsumentenschutz fordert stattdessen mehr innovative Angebote anstelle fragwürdiger Tariferhöhungen.

Tariferhöhungen statt Innovationen

Die aktuelle Tariferhöhung im öffentlichen Verkehr vermisst innovative neue Produkte wie das Pendler-GA, das den Bedürfnissen der durch die Pandemie vermehrt im Homeoffice arbeitenden Menschen entsprechen würde. Ein zeitgemäßes und schweizweit gültiges Angebot könnte den Umstieg vom individuellen auf den öffentlichen Verkehr erleichtern und den Verkauf von Abonnements und Tickets steigern, betont Geschäftsleiterin Sara Stalder.

Ungleichheit bei Tariferhöhungen

Die Preiserhöhungen werden ungleichmäßig auf die Klassen verteilt. Das Erwachsenen-GA ist eine Ausnahme, bei dem die Erhöhung fair auf beide Klassen verteilt wird, wie eine Tabelle zeigt. Sara Stalder bedauert jedoch, dass die scharfe Kritik bezüglich der weniger stark erhöhten Preise der 1. Klasse im Vergleich zur 2. Klasse nur beim Erwachsenen-GA Gehör fand.

Herausforderung bei Sparbillett-Angeboten

Die angekündigte Erhöhung der Sparbillett-Kontingente erweist sich auf den zweiten Blick als weniger attraktiv als erhofft. Nur wenige ÖV-Nutzerinnen und Nutzer haben die erforderliche terminliche Flexibilität, um regelmäßig von den Sparbillett-Angeboten zu profitieren. Dies führt zu einer Verwirrung über die tatsächlichen Preise und erschwert die Transparenz. Stattdessen wäre eine generelle Senkung der Tarife für alle Fahrgäste vorteilhafter, so Sara Stalder.

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