Saudi-Arabien: Hadsch-Reise für ausländische Pilger ausgesetzt

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Muslime weltweit müssen dieses Jahr wegen Covid-19 auf die Hadsch verzichten. Lediglich eine begrenzte Anzahl an Menschen, die in Saudi-Arabien ansässig sind, darf die Reise nach Mekka unter Auflagen antreten.

Saudi-Arabien hat am Montag erklärt, dass die diesjährige Hadsch-Reise im Zuge der Vorsichtsmaßnahmen gegen Covid-19 auf saudi-arabische Pilgerinnen und Pilger beschränkt sein wird. Reisewillige aus anderen Ländern dürfen dieses Jahr die muslimische Pilgerfahrt nach Mekka nicht antreten. Dies teilte das Ministerium für Hadsch und Umrah des Königreichs in einer schriftlichen Bekanntmachung mit, die auch auf dem Twitter-Account der saudi-arabischen Botschaft in Deutschland veröffentlicht wurde.

Als Grund für die Entscheidung nannten die zuständigen Behörden das hohe Risiko, das „insbesondere bei Massenveranstaltungen ausgeht, bei denen die Einhaltung des Mindestabstandes nicht zu gewährleisten“ ist. Die höchste Priorität des Königreichs sei es, den Pilgerinnen und Pilgern „die höchstmögliche Sicherheit und Schutz zu bieten“. Deshalb habe das Land beschlossen, den Empfang von Gästen aus dem Ausland vorläufig auszusetzen. Die Entscheidung sei von internationalen Gesundheitsorganisationen begrüßt worden, wie es weiterhin in der Bekanntmachung heißt.

Das Königreich beschränkt die Hadsch-Reise zudem auf eine begrenzte Anzahl an Pilgerinnen und Pilgern unterschiedlicher Nationalitäten, die jedoch alle in Saudi-Arabien ansässig sind.

„Richtige Entscheidung – religiös wie hygienisch“

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, begrüßte den Beschluss Saudi-Arabiens, die Teilnahme an der Hadsch-Reise massiv zu beschränken. Es handele sich um eine „große Entscheidung mit großen Konsequenzen“, schreibt Mazyek auf Twitter. Die Maßnahme sei eine „richtige Entscheidung der Verantwortlichen, religiös wie hygienisch.“

Der Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Prof. Dr. Ali Erbaş, sagte, die Türkei verfolge die Entwicklungen. Das Reiserecht der für 2020 geplanten Pilger aus der Türkei sei mit der Beschränkung Saudi-Arabiens auf das nächste Jahr verschoben worden. Eine detaillierte Erklärung zur Sachlage werde noch erfolgen. Jedes Jahr werden aufgrund der hohen Nachfrage unter Zehntausenden von Hadsch-Bewerbern die Reiseberechtigten per Los ermittelt.

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