Schlacht bei Sempach…9. Juli 1386

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Schlacht bei Sempach… 9. Juli 1386

Mittags zwölf Uhr, als die Sonne hoch stand und heiss herniederbrannte, ordneten sich die beiden Heere zur Schlacht. Wiederwillig und mürrisch stiegen die Oesterreichischen Ritter von den Pferden und Übergaben sie der Obhut der Knappen. Heimlich lachten die Knechte über ihre Herren, weil diese am Boden so unbeholfen waren, in ihren Eisenrüstungen sich kaum recht bewegen konnten und breitspurig davonwatschelten wie Enten auf trockenem Land. Am meisten behindert waren die Ritter wegen der langen ledernen Schnäbel an ihren Schuhen, so dass mancher buchstäblich über seine eigenen Füsse stolperte und jämmerlich am Boden liegen blieb, bis ein Knappe herbeieilte und den Hilflosen wieder auf die Beine stellte. Da wurde es einigen Rittern zu dumm. Sie zückten ihren Dolch und schnitten sich kurzweg die ledernen Schnäbel von den Schuhen. Die Zeit drängte, und die Ritter hatten sich zu beeilen, weil sie in den vordersten Reihen kämpfen wollten. Deshalb mussten sie ihre Plätze einnehmen, bevor sich die hinteren Glieder der Fusssoldaten schlossen.

Laut Wikipedia Angaben:

Die Schlacht bei Sempach (Kanton Luzern) fand am 9. Juli 1386 statt. Sie war die entscheidende Schlacht im Sempacherkrieg zwischen der sich entwickelnden Eidgenossenschaft und dem Herzogtum Österreich, der von 1385 bis 1389 dauerte. Die Schlacht bei Sempach gilt in der Geschichte der Schweiz als Höhepunkt des Konfliktes zwischen den Habsburgern und den Eidgenossen während der Schweizer Habsburgerkriege. Der Sieg des eidgenössischen Bündnisses führte zu einer Festigung der Eidgenossenschaft und zum Zusammenbruch der Macht des Hauses Habsburg in den habsburgischen Vorlanden. Dieser wurde von den Städten LuzernBern und Solothurn zur Erweiterung ihres Territoriums genutzt.[5]

Die Schlacht bei Sempach wird gemeinsam mit anderen gewaltsamen Auseinandersetzungen, die sich im 13. und 14. Jahrhundert ereigneten, als Befreiungskriege gegen die habsburgische Feudalherrschaft verstanden. Die Schlacht ist Schauplatz der ab dem 16. Jahrhundert nachweisbaren Heldenlegende des Arnold Winkelried.[6]

Im 14. Jahrhundert entstand im Gebiet der heutigen Schweiz ein Bündnisgeflecht, das den Kristallisationskern für die Alte Eidgenossenschaft bilden sollte. Gemäss Frühneuzeitlichen Chronisten soll die Eidgenossenschaft 1291 im sogenannten Rütlischwur als Bündnis zwischen Uri, Schwyz und Unterwalden entstanden sein. Nach dem heutigen Wissensstand gibt es jedoch keine Hinweise, dass der Rütlischwur tatsächlich stattgefunden hat. Trotzdem ist er aber immer noch fester Bestandteil der populären Geschichtsschreibung.[7]

Im Jahr 1332 schloss die habsburgische Landstadt Luzern einen Bund mit den Waldstätten, womit sich die aufstrebende Luzerner Bürgerschaft militärisch absichern wollte. Vor dem Hintergrund einer Fehde mit dem Haus Habsburg schloss 1351 auch die Reichsstadt Zürich ein Bündnis mit Luzern und den Waldstätten. Die unmittelbare Ursache für die Fehde zwischen Zürich und Habsburg war, dass Zürich als Reaktion auf die Ablehnung seines Bündnisangebots an das Haus Habsburg die Rapperswiler Burgen zerstörte, die es in Folge der Mordnacht von Zürich besetzt hielt.[8] Im Verlauf dieser Fehde eroberte Zürich mit Hilfe seiner Verbündeten 1352 die habsburgische Landstadt Zug[9] sowie das ebenso zu Habsburg gehörige Glarus[10], welche zum Abschluss von unbefristeten Bündnissen mit Uri, Schwyz, Unterwalden, Zürich und Luzern gezwungen wurden.

Im westlichen Teil der heutigen Schweiz hatte sich mit der Burgundischen Eidgenossenschaft um die Reichsstadt Bern ein weiteres mächtiges Bündnissystem gebildet.[11] Aufgrund der Expansionspolitik der Stadt Bern kam es innerhalb der Burgundischen Eidgenossenschaft allerdings zu grossen Spannungen zwischen der Stadt Bern und den adligen Mitgliedern der Burgundischen Eidgenossenschaft. Als Bern sich weigerte, Ludwig IV. als Römisch-deutschen Kaiser anzuerkennen, da dieser gegen den Willen des Papstes zum Kaiser gekrönt worden war, eskalierten diese Spannungen schliesslich im Laupenkrieg, in welchem die Stadt Bern einer Allianz bestehend aus der habsburgischen Landstadt Freiburg im Üechtland, verschiedenen adligen und geistlichen Herrschaften aus dem Gebiet der heutigen Westschweiz und der Grafschaft Savoyen gegenüberstand. Uri, Schwyz und Unterwalden unterstützen Bern aufgrund eines 1323 geschlossenen befristeten Bündnisses. Im Jahr 1353 schloss die Stadt Bern schliesslich ein ewiges Bündnis mit Uri, Schwyz und Unterwalden.[12] Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch keine Bündnisse zwischen Bern und den Städten Luzern und Zürich bestanden, wird dieses Datum in der Schweizer Geschichtsschreibung gemeinhin als Beitritt von Bern zur Eidgenossenschaft angesehen.

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