Spirit Airlines startet biometrische Gepäckaufgabe

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US-Billigfluglinie will persönlichen Kontakt beim Check-in weitestgehend unnötig machen

Der US-Billigflieger Spirit Airlines http://spirit.com bietet als erste Flugline eine biometrische Self-Service-Gepäckaufgabe bei US-Inlandsflügen. Das System vergleicht dazu einen Gesichtsscan mit einem Ausweisfoto. Es ist zunächst in den Flughäfen New York LaGuardia und Chicago O’Hare verfügbar. Vorerst muss der Ausweis zuvor noch von einem Mitarbeiter geprüft werden, doch glaubt die Airline, dass auch dieser persönliche Kontakt bald unnötig wird – was angesichts der anhaltenden COVID-19-Pandemie manche Reisende besonders ansprechen könnte.

Voll-Biometrie

Ein biometrischer Check-in ohne Kontakt mit Service-Mitarbeitern an sich ist nichts Neues. Das ändert sich allerdings, wenn Passagiere in den USA Gepäck einchecken. Dann erfordern die derzeitig gültigen Sicherheitsregeln, dass die Identität des Passagiers geprüft wird. Spirit will nun die erste Fluglinie werden, die auch das bei US-Inlandsflügen völlig ohne persönlichen Kontakt ermöglicht, dank neuen Selbstbedienungs-Gepäckaufgabestationen mit biometrischer Foto-Vergleichs-Software, die Daten laut Airline nicht langfristig speichert oder an Behörden weiterleitet.

Fluggäste, die dieses Angebot nutzen wollen, müssen dazu nach der Bordkarte einen Lichtbildausweis scannen. Das System vergleicht dann das eingescannte Bild mit einem Gesichtsscan des Nutzers und die Ausweisdaten mit den Reservierungsdaten. Stimmt beides überein, erfolgt die eigentliche automatisierte Gepäckaufgabe. Der Prozess dauere im Schnitt nur 70 Sekunden, so die Fluglinie. Derzeit muss der Ausweis vorher aber von einem Mitarbeiter kontrolliert werden. Spirit erwartet jedoch, dies nach Abschluss einer Prüfung und Zulassung der Transport Security Administration http://tsa.gov unnötig wird.

Neue Flugwelt

An dem System wurde seit 2019 gearbeitet. „Wir wussten schon früh, dass Automatisierung und biometrischer Foto-Vergleich den Check-in-Vorgang reibungsloser machen werden“, sagt Spirit-CEO Ted Christie. „2020 realisieren wir, dass diese Elemente genauso wertvoll sind, wenn es darum geht, dass sich die Leute beim Fliegen wohlfühlen.“ Das Vermeiden unnötiger persönlicher Interaktionen werde verändern, wie Flughäfen arbeiten – ein starkes Argument angesichts der COVID-19-Pandemie, wo vor etwas mehr als einem halben Jahr wohl noch Kosten- durch Mitarbeitereinsparungen im Kundenservice als Motiv vermutet worden wären.

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