UK: Fußballfans lehnen Sportwetten-Sponsoring ab

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Großteil will keine Glücksspielwerbung – Logo macht Trikot von Verein unattraktiv

Mehr als die Hälfte der britischen Fußballfans will nicht, dass Glücksspiel- und Sportwettenanbieter ihre Lieblingsvereine sponsern. Ein Drittel würde sich kein Mannschafts-Trikot kaufen, wenn das Logo eines solchen Unternehmens darauf zu sehen ist. Das ergibt eine Umfrage der Interessengruppe Clean up Gambling http://cleanupgambling.com , die mehr Regulierung von Glücksspielwerbung fordert.

„Branchen sind abhängig“

„Es ist sehr schwer, Fußballvereine von solchen Sponsorings zu trennen. Beide Branchen sind eng miteinander verflochten und voneinander abhängig. Wettanbieter gehören zu den wichtigsten Geldgebern, brauchen aber Sportvereine zum Überleben. Personen, die gerne wetten, tendieren dazu, bei jenen Wettanbietern zu wetten, die ihnen durch das Sponsoring zuerst einfallen“, erklärt Michael Fiala, Chefredakteur von http://90minuten.at , im pressetext-Gespräch.

Clean up Gambling hat 1.006 britische Fußballfans befragt. 65 Prozent haben zugestimmt, dass Werbungen und Sponsoring durch Glücksspiel- und Sportwettunternehmen nicht in den Fußball gehören. Zwar gibt es in Großbritannien ein Gesetz, laut dem bei Live-Übertragungen vor neun Uhr Abend keine Glücksspielwerbung laufen darf, jedoch ist das laut 67 Prozent der Befragten nicht genug. Kinder würden immer noch solche Anzeigen sehen.

Zu viel Präsenz im Stadion

Zu viele Fußballklubs werden von Wettanbietern finanziert, sagen 59 Prozent der Umfrageteilnehmer. Auch im Fußballstadion selbst hätten diese Unternehmen mit ihren Logos zu viel Präsenz. Für 66 Prozent gibt es im Sportfernsehen auch zu viele Werbungen von Glücksspielfirmen. Auch im Internet seien Einschränkungen nötig.

„Fußballfans stehen Wettanbietern manchmal aber auch durchaus kritisch gegenüber, da die Wettskandale der vergangenen Jahre abfärben, auch wenn die gestandenen Wettanbieter hier keine Schuld trifft. Werberestriktionen würden aber den Sport hart treffen und auch in Österreich eine wichtige Säule des Sportsponsorings reduzieren“, so Fiala.

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