Und täglich grüsst das Murmeltier

0

Kolumne von Beat Kraushaar

Wenn man seit fast einem Jahr die Massnahmen gegen das Corona-Virus von Bundesrat und Kantonen verfolgt, erinnert einem das an die Filmkomödie „und täglich grüsst das Murmeltier“. Darin spielt Bill Murray einen frustrierten Wetterpropheten, der in einer Zeitschleife fest sitzt und ein und denselben Tag immer wieder erlebt, bis er geläutert sein Leben fortsetzen kann. 

Im Corona-Drama grüsst das Murmeltier mit erster Welle, Lock-Down, Lockerung. Zweite Welle, erneuter Lock Down mit Impf-Versprechen, dass dann wieder die Lockerung kommt. Jetzt mit den neuen Mutationen muss man eher noch mit einer dritten Welle, mit erneutem Lock Down rechnen. Ob die Schweizer Corona-Politik wie im Film dazu führt, dass wir dank der Impfung und der Eigenverantwortung der Bevölkerung unser gewohntes Leben fortsetzen können, steht noch in den Sternen. Das Versagen bei der Corona-Bekämpfung hat viel damit zu tun, das eine Pandemie sich konträr zu unserer freiheitlich und individualisierten Gesellschaft verhält. Bis ein wirksames Mittel, wie hoffentlich die Impfung, zur Bekämpfung greift, hätte man steigende Infektionszahlen jeweils mit chinesischen Lock-Down-Methoden bekämpfen müssen. Die Schweiz war nicht gewillt diese harten Mittel einzusetzen und hinkt der Pandemie deswegen immer hinten nach. Die Erkenntnis daraus: Wer zu spät kommt, den bestraft das Virus. Oder täglich grüsst das Murmeltier. 

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here