Winterzeit. Kein Schnee. Dunkel. Kalt. Nass.

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Und dazu noch Corona. Wuäääkiiiii!!!!

Bliibet Sie auch lieber Deheime oder? Mir persönlich ist es in dieser Zeit, Weihnachten hin oder her, sehr wichtig, dass es mir zu Hause wohl ist. Deshalb brennen überall Kerzen. Räucherstäbli verströmen ihren Duft (meine Kids sind not so amused!) und es gibt immer heissen Tee. So kehre ich gerne in meine warme Stube zurück und fühl mich geborgen und wohlig. Jedoch bin ich mir bewusst, dass ich sehr privilegiert bin mit einem Dach über dem Kopf. Deshalb bin ich auch sehr dankbar und voller Demut, darf ich ein solches Daheim haben.

Ittem. (ein Wort, das soviel bedeutet wie, ich bin abgeschweift und komme wieder zum eigentlichen Thema zurück)

Hab mir überlegt, was ich schreiben möchte und dann «passierte» mir das heute Morgen:

Ich rief eine Freundin an. Das erste, was sie mir sagte war:

«hey, so luschtig, jetzt hani es Lied ghört im Radio und denn gaaanz fescht a dich müese dänke. Und jetzt lüütisch du mir a!»

Kenned Sie das? Ich bin überzeugt Sie alle haben solche Situationen auch schon erlebt oder?! Nun, was ist das? Reiner Zufall? Oder «spürt» man diese Gedanken ganz unbewusst?

Ich weiss es ned. Was ich jedoch weiss, solche Situationen erlebe ich immer wieder mal. Glauben Sie es oder nicht… Ich jedenfalls, glaube an die Kraft der Gedanken. Auch im Spitzensport wird mit Mentalem Training gelernt, wie wichtig unsere Gedanken sind. Da ich aber ebe keine Spitzensportlerin bin, kann ich nur aus meinem Alltag berichten.

Religiöse oder gläubige Menschen schliessen ja auch andere Menschen und ihre Liebsten, in ihre Gebete ein. Man denkt oder betet für jemanden.

Ich persönlich bete nicht im herkömmlichen Sinne. Aber ich schicke liebevolle Gedanken, gute Energien, Kraft, Leichtigkeit, Wärme, weiss de Guugger was noch alles, in Gedanken zu jener Person. Obs dann ankommt weiss ich nicht, aber nützts nüüt, so schaads nüüt oder?

Dank des Telefonats mit meiner Freundin, hab ich mir was vorgenommen. Jawohl. Jetzt setz ich nämmli noch einen obedruuf.

Obacht! Eine Ankündigung, Trommmmmelwiiirrrrbel:

Nämmli, das wenn ich an jemanden denke, ich mich auch bei dieser Person melde. Egal, wie lange ich diese Person nicht mehr gesehen habe. Egal, wie unser letzter Kontakt war. Selbst wenn wir uns gestritten haben. Ich melde mich. Einfach ein SMS oder so mit:

«hey, ich hab gerade an dich gedacht und hoffe es geht dir gut?»

Oder:

«hab gerade alte Fotos angeschaut und musste Schmunzeln bei einem Foto auf welchem wir getanzt haben zäme. Das war ein lustiger und schöner Moment. Wollte das mit dir Teilen und schicke dir liebe Grüsse.»

Diese dunkle Zeit sollte uns nicht noch mehr trennen von allem. Sie sollte uns lehren, dankbar zu sein, für alles was wir haben. Und dankbar zu sein, für die vielen Menschen an unserer Seite.

Wir können nicht Vieles verändern was da draussen geschieht. Deshalb sollten wir jede Chance nutzen, die wir haben. Sich bei jemandem zu melden, kann ganz viel Licht ins Dunkle bringen oder ein Lächeln zaubern.

Lasst uns zaubern. Und Kerzen anzünden!

Herzlichst,

Ihre Sibel Bucher

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